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Subject: Re: FW: Distribuitionen und GPL (z.T. OT)
From: Holger Benl
Date: 25 Dec 1999 17:18:57 -0000


Harald Milz wrote:

> > Sag ich doch. Leider konzentrieren sich Red Hat und SuSE derartig auf den
> > Consumermarkt, dass sie ganz vergessen, dass es auch noch andere Benutzer
> > gibt.
>
> Sorry, wenn ich mich da etwas einmische...

Einmischung ist, denke ich, auf jeder Mailinglist ausdruecklich erwuenscht...

> Yast2 zielt genau auf den
> "Consumer", der nicht allzuviel Linux-Vorahnung hat. (Hey, diese ganzen
> Tools braucht mal überhaupt nur für diese Zielgruppe!)

Nee, find ich nicht. Ich find's sehr praktisch, wenn ich mich in moeglichst wenig
Konfigurationsdetails einarbeiten muss. Deshalb mag ich Systeme, mit denen ich
schnell (z.B. durch eine einfache grafische Oberflaeche) eine Standardinstallation
hinkriege, an der ich dann moeglichst wenig von Hand "tunen" muss. Die Moeglichkeit,
zu "tunen", moechte ich aber nicht verbaut, bzw. verkompliziert bekommen.

> >> Slackware ist toll, wenn man ein kleines, uebersichtliches System will, an dem
> >> man alles selber konfigurieren kann, ohne Angst haben zu muessen, dass irgendein
> >> YaST einem dazwischenfunkt.
>
> /etc/rc.config enthält eine Variable namens ENABLE_SUSECONFIG, die man auf
> "no" setzen kann, dann "funkt" Yast nicht mehr dazwischen. Das
> Dazwischenfunken macht nämlich SuSEConfig, nicht Yast. Ich wage es ja kaum
> zu sagen, aber dieses Verhalten ist _dokumentiert_, und zwar in rc.config
> selber und in Handbuch (bsp. SuSE 6.3 Seite 419). Und sdb.suse.de hat eine
> Suchmaschine...
>

OKOKOK, stimmt ja, mit SuSE geht das alles auch... aber irgendwie fiel es mir bei
anderen Distributionen leichter, die Konfigurationstools zu verwenden und parallel
von Hand zu tunen. Und ganz ausschalten moechte ich das Konfigurationstool auf gar
keinen Fall, sonst muss ich von diesem Moment ab ja wieder ALLES von Hand machen
und mich in die Konfiguration von vielen Programmen einarbeiten.
Der Fairness halber muss man aber auch sagen, dass ich das bei SuSE auch nie wirklich
versucht habe, mich hatten einfach die merkwuerdige Instabilitaet des SuSE-Kernels
auf meinem Rechner und ein paar komische Konfigurationsdetails bald zu einer anderen
Distribution getrieben.
Ach ja, und Slackware wuerde ich auch nicht fuer meine Workstation hernehmen, da ich
da staendig herumkonfiguriere, was mit den Tools von anderen Distributionen schneller
geht (bei mir zumindest). Aber fuer unseren Server war's ideal.

Einen guten Rutsch,
Holger.