[Linux-ug] Der schiere RAM-Wahnsinn

Harald Milz hm at seneca.muc.de
Mi Okt 17 10:41:00 CEST 2007


Karl-Heinz Zeller <KH.Zeller at dlr.de> wrote:
> Es kommt also bald wie es kommen muss - irgendwann lassen sich 
> die gewachsenen Rechnerressourcen nicht mehr sinnvoll einsetzen 
> (ausser heute fuer Videobearbeitung und Spiele) und die 
> Hardwarehersteller bekommen die Marktsaettigung zu spueren. 

Bestes Beispiel sind die Multicore-CPUs. Da bauen sich die Leute stolz
einen Quad ein, und dann ideln 3 Kerne vor sich hin. Kann mir mal einer
verraten, was in einer Workstation ein Quad soll? Weia. Meiner Single
CPU ist in den meisten Fällen auch so schon langweilig, außer ich
konvertiere evtl. mal einen Film von VDR nach DVD, und so lange ffmpeg
nicht multithreading arbeitet, ist eine Multicore-CPU Käse. Spiele?
Naja. In einem Server ist das natürlich was anderes, und selbst da suchen
die Hersteller händeringend nach Killer-Apps für ihre Kisten. Was werden
Sun-Kunden wohl mit dem T2 Sinnvolles anfangen? VMware freut sich. Ich
weiß noch gut, als der Vertrieb meines verflossenen Arbeitsgebers
wie sauer Bier IBM 590er Regattas mit dem Argument LPAR bei einem
größeren Münchener Autohersteller angeboten hat. Die wollten aber
keine LPARs, sondern einfach zu administrierende Server. Trotzdem wird
heute virtualisiert, bis Blut kommt. Was soll ein hochverfügbarer Server
auf einer Virtualisierungsschicht, außer man nutzt Live-Migration? Noch
eine weitere Komponente, die ausfallen kann. 

Aber OK, gewissen Leuten erschienen 640K RAM vor Jahren auch mehr als
ausreichend. Das stimmte, so lange man command.com und fdisk.com in
Assembler schrieb. Schon bei DOS4 (MS-C) und DRDOS5 (Turbo-C) wurde es
knapp, und man verschob verzweifelt irgendwelches Zeugs nach oben. Q.e.d.
(OK, vielleicht sollte man Vista, Gmome und KDE in Assembler neu
schreiben.)


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