[Linux-ug] Der schiere RAM-Wahnsinn

flim post at flim.cc
Mi Okt 17 13:08:33 CEST 2007


Leute bleibt mal auf dem Teppich :-)
Ich will ja nicht sagen, dass jedermann 500 Gb RAM und 20 Prozessoren
braucht, aber fuer mich hat sich jedes upgrade ausgezahlt, und das hat
jetzt nichts mit neuen bunten Spielchen im OS zu tun. Manche Leute
arbeiten halt auch auf den Maschinchen - und nen Linux System ist halt
auch dafuer ausgelegt, dass auf jedem der zahlreichen virtuellen
Desktops irgendwas rennt. Klar, man kann auch einfach immer nur Office
aufmachen, arbeiten, zumachen, Browser oeffnen, surfen, zumachen und
so fort, aber das ist ja nicht wirklich effektiver Zeitvertreib ;-)
Kann ja sein, dass sich fuer euch seit 1980 nix mehr getan hat, aber
ich fand, dass es immer fluessiger und einfacher wurde, zu entwickeln
und zu arbeiten. Ich bin da vielleicht in der Minderheit, aber !@#!@
auf Assembler - mit modernen Sprachen loese ich bestehende Probleme
wesentlich schneller. Mag ja sein, dass das im Vergleich langsamer
laeuft, aber who cares - man hat ja nicht ewig Zeit.
Klar, 1970 konnte man sich die Zeit noch lassen - gab ja sonst auch
nix zu tun fuer die Hacker Gemeinde. Heute muss der eine oder andere
damit Geld verdienen - und verkauft sich in der Regel echt schlecht,
wenn ich dem Kunden sage - "ja, machen wir in Assembler. Dauert halbes
Jahr laenger, aber laeuft dann auch auf C16 mit richtig guter
Geschwindigkeit" :-)

Sooo schlimm ists ja nun wieder nicht. Umso schneller, umso besser -
nicht generell natuerlich, aber im Trend :-) Und, das gilt besonders
fuer Workstations. Fuern office pc vielleicht nicht, aber ne
Workstation ist doch schliesslich fuer Leute, die die Kraft auch
brauchen. Photoshopt sich schon leichter mit mehr RAM - und wenn man
daneben noch was anderes laufen lassen will, dann hilft mehr cpu auch
ganz gut. Ganz zu schweigen von dem, was compiler so auf nem System
anrichten, auf dem man auch noch was anderes zu tun hat ;-)
Ich komm mit 2 cores und 4gb ram derzeit super aus. Aber ich seh schon
kommen, dass das auch zu langsam wird - die Ansprueche Steigen einfach
mit. Frueher lief nebenher noch nen extra Rechner fuer alles
moegliche, heute nicht mehr, weil alles auf die Workstation passt,
ohne dass es Performanceprobleme gibt. Ist vielleicht schicker mit
vielen alten Kisten, aber ich finds echt angenehm, dass alles jetzt
auf einem Rechner hinzukriegen.

Und klar gibts auch weniger resourcenfressende Alternativen im
Desktopbereich. Aber man kann alles uebertreiben und wo fuehrt das
hin. Ich bin schon ganz gluecklich darueber, mehr als 80 Zeichen in ne
Zeile quetschen zu koennen. Klar, gibt bestimmt Leute, die immer noch
in vi auf ner VT100 programmieren, aber ehrlich, da wuerd ich mir nen
neuen Job suchen (und ja, bin selbst vi nutzer). Ich kann mich noch
erinnern, wie es ist, an Monochrommonitoren zu sitzen, und ich fand
das damals schon total unverstaendlich, warums das nicht in Farbe gibt
;-)

Ich weiss, ist schick wenn man sagt, "das braucht eh keiner". Aber ich
jedenfalls will nicht zurueck zum 286 und windows 1.0 oder sowas :-)

Liebe augenzwinkernde Gruesse,
Thomas


On 10/17/07, Harald Milz <hm at seneca.muc.de> wrote:
> Karl-Heinz Zeller <KH.Zeller at dlr.de> wrote:
> > Es kommt also bald wie es kommen muss - irgendwann lassen sich
> > die gewachsenen Rechnerressourcen nicht mehr sinnvoll einsetzen
> > (ausser heute fuer Videobearbeitung und Spiele) und die
> > Hardwarehersteller bekommen die Marktsaettigung zu spueren.
>
> Bestes Beispiel sind die Multicore-CPUs. Da bauen sich die Leute stolz
> einen Quad ein, und dann ideln 3 Kerne vor sich hin. Kann mir mal einer
> verraten, was in einer Workstation ein Quad soll? Weia. Meiner Single
> CPU ist in den meisten Fällen auch so schon langweilig, außer ich
> konvertiere evtl. mal einen Film von VDR nach DVD, und so lange ffmpeg
> nicht multithreading arbeitet, ist eine Multicore-CPU Käse. Spiele?
> Naja. In einem Server ist das natürlich was anderes, und selbst da suchen
> die Hersteller händeringend nach Killer-Apps für ihre Kisten. Was werden
> Sun-Kunden wohl mit dem T2 Sinnvolles anfangen? VMware freut sich. Ich
> weiß noch gut, als der Vertrieb meines verflossenen Arbeitsgebers
> wie sauer Bier IBM 590er Regattas mit dem Argument LPAR bei einem
> größeren Münchener Autohersteller angeboten hat. Die wollten aber
> keine LPARs, sondern einfach zu administrierende Server. Trotzdem wird
> heute virtualisiert, bis Blut kommt. Was soll ein hochverfügbarer Server
> auf einer Virtualisierungsschicht, außer man nutzt Live-Migration? Noch
> eine weitere Komponente, die ausfallen kann.
>
> Aber OK, gewissen Leuten erschienen 640K RAM vor Jahren auch mehr als
> ausreichend. Das stimmte, so lange man command.com und fdisk.com in
> Assembler schrieb. Schon bei DOS4 (MS-C) und DRDOS5 (Turbo-C) wurde es
> knapp, und man verschob verzweifelt irgendwelches Zeugs nach oben. Q.e.d.
> (OK, vielleicht sollte man Vista, Gmome und KDE in Assembler neu
> schreiben.)
>
>
> --
> When love is gone, there's always justice.
> And when justice is gone, there's always force.
> And when force is gone, there's always Mom.
> Hi, Mom!
>                 -- Laurie Anderson
>
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